BAOBAB Schüler für Afrika e.V.

10 Jahre "BAOBAB"

Am 29.03.2016 wird der gemeinnützige Verein 10 Jahre jung! Mit viel Arbeit und Engagement ist es über den Verein gelungen, fünf Schulen in Mali zu realisieren. Aus dem Mali-Projekt der Realschule Hittfeld, aus dem der Verein ja die Folge war, sind es mithin sechs realisierte Schulen!

Willkommen, Welcome, Bienvenue

beim Verein zur Förderung von Bildungseinrichtungen in Afrika.

Dieser gemeinnützige Verein wurde im März 2006 von Lehrern der Realschule Hittfeld gegründet. Die Aufgabe besteht darin, im Rahmen der an der Schule geführten Arbeitsgruppe (AG Mali) Spenden zu sammeln und Aufbauprojekten (Schulbauten) zukommen zu lassen.

Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen!

(Mahatma Gandhi)

Die 6. Schule im Dorf Bourakébougou ist im Februar 2016 eingeweiht worden. Informationen und Bilder sind hier zu finden.

Nehmen Sie sich gerne etwas Zeit!

Auf jeder Hauptseite finden Sie in der linken Spalte unterschiedliche eigene Bilder von Land&Leuten, die durch Verlinkung zu YouTube mit musikalischen Künstlern Malis untermalt sind.

Was ist unter BAOBAB zu verstehen?

Der Afrikanische Affenbrotbaum, auch Afrikanischer Baobab (von arabisch bu-hubub) genannt, gehört zu den bekanntesten und charakteristischsten Bäumen des tropischen Afrika.

Ähnlich der Rolle, die früher Linden und Eichen im mitteleuropäischen Dorfleben innehatten, spielt der Affenbrotbaum im afrikanischen Leben eine große Rolle. An zentral gelegenen Bäumen finden in vielen Dörfern Märkte, Verhandlungen und sonstige soziale Ereignisse statt.

In der afrikanischen Volksmedizin findet nahezu jeder Teil des Affenbrotbaums Verwendung. So werden die Früchte beispielsweise gegen Infektionen und Krankheiten wie Pocken und Masern eingesetzt. Die Blätter werden bei Erkrankungen wie Ruhr, Diarrhöe, Koliken und Magen-Darm-Entzündungen eingenommen. Die Samen finden Verwendung als Herzmittel, bei Zahnschmerzen, Leberinfektionen und Malaria-Erkrankungen.

Das Fruchtfleisch ist reich an Vitamin C, B und Kalzium. Getrocknet wird es nach Entfernung der Samen und Fasern entweder unverarbeitet gegessen oder in Milch oder Breie gemischt. Es kann außerdem zu Bier vergoren werden.


Aus den fettreichen Samen gewinnt man durch Pressen ein Öl, welches reich an Palmitinsäure ist und eine hohe oxidative Stabilität aufweist; in Pulverform dienen sie zum Andicken von Suppen. Die Samen werden auch geröstet gegessen oder fermentiert als Gewürz verwendet.

Die Blätter des Affenbrotbaums werden außerdem als Gemüse genutzt, indem sie wie Spinat zubereitet entweder frisch gegessen oder getrocknet und pulverisiert werden.

Der Baum liefert darüber hinaus Material für Kleidung, zum Dachdecken, Halsschmuck, Schnüre und Seile, Netze, Matten, Hüte, Tabletts, Kisten, Körbe und Papier. Verwendet werden dafür die Fasern des inneren Bastes, die sehr dauerhaft und kräftig sind. Sie werden gewonnen, indem die Rinde der Bäume abgeschält wird. Ähnlich wie bei Korkeichen regeneriert sich die Rinde wieder, so dass die Bäume wiederholt als Bastlieferant genutzt werden können. Aus den Wurzeln wird ein roter Farbstoff gewonnen; der Pollen ergibt vermischt mit Wasser einen Klebstoff. Aufgrund des hohen Pottascheanteils wird aus der Asche verschiedener Baumteile außerdem Seife hergestellt.

Quelle: Wikipedia

Bildquelle: Die Bilder wurden anlässlich der Besuche zu den Schuleinweihungen der letzten Jahre selbst gefertigt. Die Reisen wurde nicht von Spenden, sondern aus eigenen Mitteln finanziert.

Im Afrika dreht sich vieles um den Brotbaum!

Grundsitutaion im Bildungsnotstand Mali

Mali ist nicht nur eines der ärmsten Länder der Erde, es liegt auch teilweise in klimatisch ungünstigen Gebieten. Die Bevölkerung Malis setzt sich aus ca. 30 verschiedenen Ethnien zusammen, die sich durch verschiedene Sprachen und Kulturen auszeichnen.

Die Amtssprache ist Französisch, die jedoch von nur rund 10% der Bevölkerung gesprochen wird. Trotz Schulpflicht besuchten in den zurückliegenden Jahren weniger als 50% der Kinder im schulpflichtigen Alter (7-15 Jahre) die Schule.

Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Um eine Schule besuchen zu können - oder auch zu dürfen - bedarf es einer Geburtsurkunde. Oft genug liegt diese nicht vor.
Unterrichtssprache ist die französische Amtssprache, die die Mehrheit der Erwachsenen und damit ihre Kinder nicht sprechen können.
Schulische Einrichtungen sind zu wenige vorhanden, die Klassen brechen "aus allen Nähten". Oft genug sind die Schulwege weit mehr als 10 Kilometer lang und müssen zu Fuß zurückgelegt werden.
Schulmaterial kostet Geld, welches in den meisten Fällen fehlt.

Das Leben der Kinder richtet sich nach dem Rhythmus von Trocken- (November - Mai) und Regenzeit (Juni - September), dem Rhythmus von Aussaat und Ernte, von Dürre, Hunger und Armut. 80 % der Bevölkerung Malis lebt in der ländlichen Provinz als Ackerbauern und Viehzüchter. Die Kinder wachsen in Großfamilien auf.

In dem täglichen Kampf ums Überleben bleibt folglich oft genug gar keine Zeit für einen Schulbesuch, da die Kinder auf den Feldern ihrer Familien helfen müssen. Fallen die Ernten durch klimatische Katastrophen aus, drohen Hungersnöte.

Schulabbrüche und hohe Wiederholungsquoten sind nur zwei von vielen Folgen. Dabei haben gerade die unterschiedlichsten Hilfsorganisationen, die sich u.a. dem Schaulausbau, Brunnenbau und Hilfslieferungen verschrieben haben, durchaus positive Resultate vorzuweisen. Dies zeigt, dass damit unsere Hilfsleistung einen wichtigen und richtigen Beitrag leistet.

Wenn die Menschen auf den Dörfern besser gebildet sind, werden sie ihre Zukunft in die Hand nehmen können.

KontaktHaftungsausschlussImpressumDatenschutzSitemapSpendenkonto